Hilde-Adolf-Preis 2026 für die Ukrainische Gemeinde in Bremen-Arsten
Aus Unterstützung wird Gemeinschaft und aus Ankommen ein Zuhause
In der Markus-Gemeinde ist über die Zeit ein Netzwerk der Unterstützung und Begegnung entstanden, in dem Menschen, die in Arsten leben, Verantwortung übernehmen und sich für ihre neuen Nachbarinnen und Nachbarn engagieren.
Was wie ein gewöhnliches Frühstück im großen Saal der Markus-Gemeinde in Bremen-Arsten aussieht, ist weit mehr als das: Jeden Montag treffen sich dort Menschen aus der Ukraine, gemeinsam mit deutschen Gemeindemitgliedern. Bei Kaffee und Frühstück entstehen Begegnungen, Gespräche und Kontakte. Das Treffen bietet Raum für Austausch und hilft vielen Geflüchteten dabei, sich in ihrer neuen Lebenssituation zu orientieren und in Bremen anzukommen.
Ins Leben gerufen wurde das Montagstreffen von Pastor Andreas Hamburg, der seit 2018 Pastor der Markus-Gemeinde ist. Hamburg wurde in der Ukraine geboren und hat dort auch zehn Jahre als Pastor gearbeitet. Zuvor war er als Pastor in Bayern tätig. Durch seine persönliche Verbindung zur Ukraine und seine langjährigen Kontakte in das Land wurde er nach Beginn des Ukraine-Krieges zu einer wichtigen Ansprechperson für viele Geflüchtete.
Aus dem Montagstreffen ist ein breites Netzwerk der Unterstützung und Begegnung gewachsen. Es gibt Orte und Gruppenangebote, die Begegnung und Austausch ermöglichen und den Geflüchteten helfen, sich in ihrer neuen Lebenssituation zu orientieren. Unterstützung gibt es bei Fragen des Alltags, aber ebenso durch persönliche Kontakte, gemeinsame Aktivitäten und die Möglichkeit, Gemeinschaft zu erleben. Das Engagement lebt dabei von vielen Menschen, die sich auf unterschiedliche Weise einbringen. Ukrainerinnen und Ukrainer, Bremerinnen und Bremer, Ehrenamtliche, Gemeindemitglieder, Unternehmen und weitere Unterstützende arbeiten zusammen und schaffen ein Netzwerk, das von Solidarität, Mitmenschlichkeit und gegenseitiger Hilfe geprägt ist.
Mit dem Hilde-Adolf-Preis würdigt die Bürgerstiftung Bremen dieses besondere gemeinsame Engagement. Es zeigt beispielhaft, wie aus Unterstützung Gemeinschaft und aus einem ersten Ankommen ein neues Zuhause werden kann.
Das Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro wurde von der Bremer Tageszeitungen AG, dem Weser-Kurier, gestiftet.